Grünes Licht für Bedarfsampel an der GS Ay

14. November 2012

Der SPD-Antrag für eine Bedarfsampel auf Höhe des Eingangs der GS-Ay ist genehmigt. Einstimmig wurde in der gestrigen Stadtratssitzung für eine Bedarfsampel für die Grundschulkinder in Ay gestimmt. Lediglich das provisorium lässt immer noch auf sich warten. Das liegt aber weder am Sendener Stadtrat, noch an der Sendener Stadtverwaltung. Die zuständige Behörde, das Staatliche Bauamt in Krumbach lässt auf eine genehmigung warten. Hierzu ein Artikel aus der Neu-Ulmer Zeitung...

Bauamt kontert Baikers Kritik Grundschule Ay: Die Krumbacher Behörde bestreitet, generell gegen eine Ampel zu sein Von Michael Seefelder Senden Beim Thema Verkehrssicherheit an der Ayer Grundschule übt Bürgermeister Kurt Baiker deutliche Kritik am Staatlichen Bauamt Krumbach. Bei einem Ortstermin warf er der Behörde am Montag mangelnde Bürgernähe und „Amtsschimmel“ vor. Im September habe die Stadt bei einem Treffen mit allen Beteiligten vor Ort angeregt, den Zebrastreifen, der sich rund 100 Meter weiter östlich befindet, in den Bereich vor dem Eingang der Schule zu verlegen. Das Landratsamt habe eine Ampel vorgeschlagen, womit alle einverstanden gewesen wären. In den folgenden Wochen habe die Stadt alles Notwendige wie Grundstücksverhältnisse und Stromanschluss geklärt. Anfang November habe sich Michael Wagner vom Staatlichen Bauamt dann gegen eine Ampel ausgesprochen und erklärt, sein Kollege, der beim Ortstermin im September dabei gewesen war, hätte keine Berechtigung gehabt, eine solche Entscheidung zu treffen, berichtete Baiker. Am kommenden Freitag, so der Bürgermeister, fände nun ein Treffen zwischen Vertretern des Staatlichen Bauamts, des Landratsamts und der Polizei Neu-Ulm statt, zu dem die Stadt Senden nicht geladen sei. Baiker sprach in diesem Zusammenhang mehrmals von einem „Geheimtreffen“. Das Staatliche Bauamt wehrt sich gegen die Kritik. Keineswegs sei das Bauamt generell gegen eine Ampel, erklärt Sonja Baumberger, zuständige Abteilungsleiterin für Staatsstraßen im Landkreis Neu-Ulm. Nur müsse ein Gesamtkonzept vorliegen, in dem Punkte wie Sichtverhältnisse und Bushaltestellen geklärt sind. „Man kann nicht einfach so eine mobile Ampel irgendwo aufstellen“, sagt Baumberger. Es sei außerdem nicht wahr, dass beim Ortstermin im September ein entscheidungsbefugter Vertreter des Bauamts dabei gewesen wäre, der Zusagen gemacht hätte. Dass nun beim Termin am vergangenen Montag kein Vertreter der Krumbacher Behörde der Einladung der Stadt gefolgt ist, liege an der kurzfristigen Benachrichtigung. Da Michael Wagner erkrankt sei, habe man wegen der knappen Zeit niemanden zu dem Treffen schicken können. Beim Thema Ampel warnt Baumberger zudem vor „Schnellschüssen“. Autofahrer beispielsweise müssten die Situation rechtzeitig erkennen können. „Wir sind die Letzten, die die Sicherheit von Kindern gefährden wollen“, sagt die Abteilungsleiterin. Jedoch brauche es ein Konzept und einen zeitlichen Horizont. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Sascha Vespermann hat Ende Oktober einen Antrag für eine Ampel bei der Stadtverwaltung gestellt. Er nennt die Situation „vollständig unbefriedigend“. Es müsse schnell etwas passieren. Deshalb wolle er versuchen, Druck auf das Staatliche Bauamt auszuüben.

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